„Beleidigung und Widerstand…“

Prozess vor dem Amtsgericht Bielefeld, 21. November 2014

Unterstützung von politisch Angeklagten durch solidarische Präsenz im Gerichtssaal, durch Prozessbeobachtung, Dokumentation und Information gehört zu den zentralen Aufgaben der Roten Hilfe. Im Folgenden ein Kurzbericht. Er ist  kursorisch gehalten und soll vor allem hinweisen auf weiterführende Informationen: Dokumentationen der lokalen Berichterstattung (Presseschau) und Stellungnahmen.

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Rote Hilfe Zeitung 3.2014

Die aktuelle Rote Hilfe Zeitung 4.2014 ist erschienen, Mitglieder hatten sie jetzt im Briefkasten, erhältlich ist sie auch im gut sortierten Bahnhofsbuchhandel. Die Ausgabe befasst sich u.a. mit der Gefangenengewerkschaft, dem PKK-Verbot, 129b Prozessen in Stuttgart  und Repression in Spanien. Schwerpunkt ist das Thema soziale Medien: Anna und Arthur sind bei facebook – Du auch?

Die Ausgabe davor ist nun online verfügbar: RHZ 3.2014 mit dem Schwerpunkt: Experimentierfeld Stadion, warum der Repressionsapparat seine Übungen an Fußballfans durchführt.

 

Aussageverweigerung: Bitte sagen Sie jetzt nichts!

Grundsätzlich empfiehlt es sich, mit Polizeibeamt*innen nur das aller notwendigste zu reden bzw. am besten einfach durchgängig zu schweigen.

Nur wenn wir den Grundsatz der Aussageverweigerung kontinuierlich an neue Genoss*innen weitergeben, können wir uns und unsere Strukturen schützen. Die vorliegende Broschüre soll ein Beitrag hierfür sein. Sie soll aufzeigen welche Rechte wir als Beschuldigte*r oder Zeug*in gegenüber Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten haben, welche Konsequenzen eine Aussageverweigerung haben kann und warum es trotzdem richtig ist, die Klappe zu halten.

Prozess um rassistische Polizeikontrolle

Mitarbeiterin des AK Asyl e.V. wegen Widerstand gegen rassistische Maßnahme angeklagt. AK Asyl ruft zu solidarischer Prozessbeobachtung auf.

Zweiter Verhandlungstag im Prozess um rassistische Polizeikontrollen auf dem Kesselbrink in Bielefeld am Freitag, 21. November 2014 um 10.00 Uhr Amtsgericht Bielefeld Gerichtstraße 6 – 4. Etage, Saal 4053 – 33602 Bielefeld

In den vergangenen Monaten kam es auf dem Kesselbrink wiederholt zu rassistischen Polizeikontrollen. Auch eine Mitarbeiterin des AK Asyl geriet im Juli diesen Jahres in eine solche Kontrolle. Sie war auf dem Weg zu einem Arbeitstreffen, als die Polizei sie und drei weitere schwarze Menschen ab dem Kesselbrink verfolgte und auf dem Real- Parkplatz kontrollierte und  durchsuchte.

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Rojava

Der Norden Syriens zwischen Krieg und Basisdemokratie

Veranstaltung mit Anja Flach von „Tatort Kurdistan“ am Dienstag, 11.11.2014 um 18:00 Uhr im AJZ Bielefeld, Heeperstr. 132

Als der Aufstand und kurze Zeit später der mörderische Krieg in Syrien begann, entschieden sich die KurdInnen für einen Dritten Weg. Im Norden Syriens bzw. in Westkurdistan (Rojava) bauten sie erst in allen Orten Rätestrukturen und Selbstverteidigungskräfte auf.

Als der Krieg sie erreichte, befreiten sie ab 2012 ihre Regionen von den Truppen Assads. Genauso halten sie Distanz zur islamistisch-nationalistischen Opposition.

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„The Silent Revolution“

Kobane und Rojava, eine Chance für den Nahen Osten

Film und anschließende Diskussion in Gütersloh

Am Donnerstag, dem 6. November 2014 um 20 Uhr läuft im Gütersloher Bambi-Kino der Film „The Silent Revolution“. In Nordsyrien, von den Kurden Rojava genannt, haben Kurden, Assyrer, Araber und Turkmenen nach dem Rückzug der Truppen Assads gemeinsam begonnen eine andere Gesellschaft aufzubauen. Unter widrigsten Umständen wird versucht, Basisdemokratie und  die gleichberechtigte Teilnahme aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften umzusetzen.

Zugleich ist die Politik Rojavas ökologisch und auf allen Ebenen emanzipatorisch ausgerichtet. Frauen sind überall gleichberechtigt vertreten. Damit hat Rojava Vorbildfunktion für ausnahmslos alle Staaten im Nahen und Mittleren Osten und weit darüber hinaus.

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„Die Revolution ist Alltagssache“

von Émile Pouget (1860-1931) – Buchpräsentation

Donnerstag, 30. 10. 2014, 19.30 Uhr
FAU-Büro, Metzer Str. 20, 33607 Bielefeld

Die Schriften, in denen Pouget, vor einem Jahrhundert, dieses Konzept gesellschaftlicher Autonomie darlegte, liegen nun erstmals in deutscher Sprache vor und werden vom Übersetzer und Kommentator, Michael Halfbrodt, vorgestellt.

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Pfefferspray

Ob in feinem Strahl oder im breiten Sprühnebel: die Polizei ist dazu übergegangen, Pfefferspray massenhaft und exzessiv einzusetzen. Reichlich versprüht, soll es dir die Bereitschaft, deinen Protest auf die Straße zu tragen, verleiden. Die starken Schmerzen, die dieser chemische Kampfstoff auslöst, sind die Strafe für rebellische Demonstrant*innen. Doch lass dich nicht abschrecken, sondern schütze dich und hilf anderen, die es erwischt hat.

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Solidarität ist unsere Waffe!