Volle Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern!

Die Gefangenengewerkschaft GG/BO stellt sich vor

Eine Veranstaltung mit dem Journalisten und Gewerkschafter
Peter Nowak
am Montag, 20.04.2015, 19.30 Uhr
im FAU-Gewerkschaftslokal, Metzer Str.20, Bielefeld

Im Mai 2014 gründeten Gefangene in der JVA Tegel die Gefangenengewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO). Zwei ihrer zentralen Forderungen sind ein allgemeiner Mindestlohn auch für Gefangene und die Aufnahme in die Rentenversicherung. Volle Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern! weiterlesen

Reisewarnung! Travel Warning!

REISEWARNUNG In den ersten beiden Aprilwochen findet die EU-weite Polizeirazzia  „AMBERLIGHT 2015“ statt: Polizist*innen der nationalen Polizei sowie von Frontex suchen nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus. Vor allem in Zügen, an Bahnhöfen, Flughäfen, aus Autobahnen uns an innereuropäischen Grenzen. Sie wollen möglichst viele Menschen kontrollieren und festnehmen. Bitte warnt alle Menschen ohne Papiere!  KEIN MENSCH IST ILLEGAL! Reisewarnung! Travel Warning! weiterlesen

Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen!

18. März – Tag der politischen Gefangenen

In der linken Geschichte hat die Arbeit mit politischen Gefangenen immer eine große Rolle gespielt und oft hat die Solidarität es geschafft international große Massen zu mobilisieren. Dazu kann man zum Beispiel den Fall Sacco und Vanzetti nehmen oder die Solidaritätsbewegung mit den Gefangenen der RAF.

Heute ist das nicht mehr so. Viele Aktivisten wissen nicht mal mehr von den unzähligen politischen Gefangenen in der ganzen Welt und es gibt zur Zeit nur wenige Gruppen die eine kontinuierliche Antirepressionsarbeit leisten. Und das obwohl es in Deutschland jedes Jahr 129b Prozesse gegen vermeintliche Mitglieder der DHKP/C oder der PKK gibt und verschiedene 129 Prozesse gegen die deutsche Linke laufen. Wie z.B. das RAZ/RL/Radikal Verfahren in Stuttgart/Berlin/Magdeburg, das wahrscheinlich im Laufe des Jahres vor dem Kammergericht in Berlin beginnen könnten.

Davon abgesehen werden Straßendelikte, die noch vor ein paar Jahren fallen gelassen wurden, immer stärker verfolgt. Nicht zuletzt um linke Aktivisten aktenkundig zu machen und sie durch Einschüchterung von den Straßen zu vertreiben. Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen! weiterlesen

18. März: Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen reiht sich in eine lange Geschichte des Widerstands gegen die herrschenden Verhältnisse und der revolutionären Arbeiter*innenbewegung ein.

Der Ursprung dieses Tages ist der 18. März 1871, als sich die Arbeiter*innenbewegung zum ersten Mal breit aufgestellt erfolgreich gegen parlamentarisch monarchistische Machtstrukturen auflehnte. Die als Pariser Kommune bekannte Bewegung, bei der die Arbeiter*innen zu den Waffen griffen und in der Folge für 71 Tage in einem begrenzten Rahmen eine selbstverwaltete Gesellschaft, frei von Unterdrückung und Ausbeutung schufen, wurde von der militärisch hochgerüsteten Reaktion brutal niedergeschlagen. Bis ins frühe 20. Jahrhundert galt der 18. März als Tag der Commune.

Die Internationale Rote Hilfe rief 1923 den 18. März zum „InternationalenTag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ aus, eine Tradition, der der Faschismus ein Ende bereitete. Seit 1996 werden an diesem Tag wieder vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt. Die Rote Hilfe e.V. versucht mit der Sonderausgabe zum 18. März, den politischen Gefangenen eine Stimme zu geben sowie verschiedenen Solidaritäts- und Antirepressionsinitiativen eine Plattform zu bieten, um die Themen „Staatliche Repression“, „Politische Gefangene“ und „Knast“ in die Öffentlichkeit zu tragen. Denn  auch heute gibt es weltweit Tausende Gefangene, die im Knast sind, weil sie gegen die bestehenden Verhältnisse kämpfen.

Auch heute gilt für uns, dass wir nicht mit jedem gesagten Wort und jeder durchgeführten Aktion der Menschen, die gefangen sind, einverstanden sein müssen. Unsere Solidarität gilt allen linken politischen Gefangenen, denn auch wenn es vergleichsweise Wenige trifft, ist das Ziel von Repression im Allgemeinen und im Knast im Besonderen niemals nur der*die Einzelne, der*die vom Polizei und Justizapparat verurteilt wird. Vielmehr sind all diejenigen im Visier des Staates, die sich linker Politik verschrieben haben. Zentrales Ziel der Roten Hilfe e.V. ist, strömungsübergreifend solidarisch zu sein. Deswegen: Lasst uns die Genoss*innen im Knast unterstützen, durch Prozessbeobachtungen, Kundgebungen, Demonstrationen und Veröffentlichungen. Die Erfahrungen vergangener und aktueller Kämpfe zeigen, dass Solidarität unsere Waffe gegen ihre Repression ist.

Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Sonderausgabe zum Download

Mehr Solidarität!

In den vergangenen   Jahren konnte die Rote Hilfe immer mehr Menschen, die wegen ihrer linken Aktivitäten von staatlicher Repression betroffen waren, finanziell unterstützen. Neue Bewegungen, in denen Aktivist*innen im Visier von Polizei und Justiz sind, haben sich entwickelt, beispielsweise die Refugee-Proteste. Bei vielen daraus entstehenden Prozessen haben Geflüchtete und ihre Unterstützer*innen von der RH Unterstützung erfahren. Auch aus anderen Bereichen erhalten wir immer mehr Anfragen von Genoss*innen, die Ziel von Repressionsmaßnahmen geworden sind.

Zunehmende Anwält*innen- und Prozesskosten haben zu einem enormen Anstieg der Unterstützungsausgaben der Roten Hilfe geführt. Insgesamt haben sich die Zahlungen, die die Rote Hilfe für von Repression betroffene Linke leistete, allein 2014 um fast 50 Prozent erhöht. Das zeigt, wie wichtig die Solidaritätsarbeit der Roten Hilfe ist, und es ist großartig, dass wir so vielen Aktivist*innen in der Konfrontation mit den Repressionsorganen beistehen konnten. Gleichzeitig strapaziert dieser extreme Anstieg aber die Gesamtfinanzen der Organisation enorm.

Kurzum: wir brauchen euer Geld, um diese notwendige Unterstützungsarbeit fortführen zu können und die Angriffe des Staates weiterhin ins Leere laufen zu lassen. Jede Form der Unterstützung ist uns dabei willkommen! Der 18. März, der Tag der politischen Gefangenen, ist deshalb der Auftakt zu einer neuen Spendenkampagne für die kontinuierliche Solidaritätsarbeit der Roten Hilfe e.V.

Lasst euch was einfallen, damit die aktive Unterstützungsarbeit weitergehen kann, denn unsere Solidarität ist die stärkste Waffe im Kampf gegen ihre Repression!

  • Sammelt Spenden bei Veranstaltungen und Demos.
  • Macht Solipartys und verkauft Soli-Kuchen.
  • Erhöht euren Mitgliedsbeitrag bei der Roten Hilfe.
  • Werbt in eurem politischen Umfeld für Spenden.

Spendet unter dem Stichwort „Mehr Solidarität!“ auf das Konto der Roten Hilfe e.V.

Sparkasse Göttingen,
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE

Rote Hilfe Zeitung 4.2014

Die Ausgabe 1/2015 ist ab sofort im Literaturvertrieb, im Bahnhofsbuchhandel und in ausgewählten Infoläden und Buchläden erhältlich.  SCHWERPUNKT: Pfefferspray

Die Ausgabe 4/2014 gibt es nun zum Download

Schwerpunkt: Bitte twittern Sie jetzt nichts! „Soziale Netzwerke“, Überwachung und Repression. Einige weitere Themen: Solidarität mit der Gefangenengewerkschaft, PKK-Verbot und 129b-Prozesse, Repression in Spanien.

 

Film: „MUMIA – Long Distance Revolutionary“ (USA 2012 – OmU)

am Samstag, den 7. März 2015 um 19:00 Uhr
AJZ-Kino, Heeper Str. 132, Bielefeld

Der afroamerikanische Journalist und ehemalige Black Panther Mumia Abu-Jamal ist nicht nur einer der bekanntesten politischen Gefangenen der USA, sondern übt aus der Haft heraus auch großen Einfluss auf die moderne Anti-Todesstrafenbewegung und die Analyse der Masseninhaftierung in den USA aus.

Die Dokumentation setzt sich mit seinem Leben und Wirken auseinander und spannt einen Bogen von den Bürgerrechstkämpfen der 1960er bis heute: Repression – Menschenrechte – Widerstand
Mumia Abu-Jamal ist inzwischen über 33 Jahre ohne gültige Beweise in Haft.

anschliessend Updates zur aktuellen FREE MUMIA Kampage
www.freiheit-fuer-mumia.de

Veranstalter*in: Rote Hilfe Bielefeld und „Free Mumia Berlin“
im: http://ajz-bielefeld.de/

Kurden und Kurdinnen – unterstützt und zugleich strafrechtlich verfolgt

Einladung zu einer Informationsveranstaltung mit Diskussion

mit Monika Morres vom Verein Azadi e.V., Köln
Freitag, 20. Februar 2015   19:00 Uhr
Bürgerwache am Siegfriedplatz

Vor dem Hintergrund der Verteidigung von Kobanê/Rojava durch die Kräfte der kurdischen YPG/YPJ gegen die Terrormiliz IS und der Auseinandersetzungen um die Lieferung deutscher Waffen an die Peschmerga der kurdischen Autonomieregierung im Nordirak, hat die Diskussion um eine Neubewertung der PKK an Dynamik gewonnen. Bis hinein in bürgerliche Medien und Parteikreise wird zunehmend die Haltung der Bundesregierung in Frage gestellt, einerseits aus außenpolitischen Erwägungen ihr genehme Kurden mit Waffen auszustatten, andererseits aus ebensolcher Motivation seit 21 Jahren am PKK-Betätigungsverbot und der Stigmatisierung der kurdischen Freiheitsbewegung in Deutschland festzuhalten. Ein Perspektivwechsel auf diese Frage scheint heute aktuell wie nie.

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Kampf um Kobané Wofür steht Rojava?

Informationsveranstaltung von: NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland), Die Linke. Bielefeld und Die Linke. Gütersloh, YXK (Verband der Studierenden aus Kurdistan), LINKE.SDS (Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband) mit:

Berfin Hezil, kurdische Journalistin, sie hat als eine der ersten aus
Shingal berichtet und ist oft in Rojava sowie Dr. Nikolaus Brauns, langjähriger Kenner der Situation und noch vor kurzem vor Ort, Mitarbeiter von Ulla Jelpke, MdB DIE LINKE. Moderation: Frank Schwarzer, DIE LINKE.

Freitag, 30. Januar 2015, 19 Uhr, IBZ

Internationales Begegnungszentrum Friedenshaus,
Teutoburger Straße 106, 33607 Bielefeld

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Brief von Özkan Güzel

Am 26.Juni 2013 wurde Özkan Güzel verhaftet, im Prozess wurde ihm vorgeworfen, er habe Flugblätter verteilt und Konzerte mitorganisiert, die Kulturarbeit der Anatolischen Föderation hierzulande sei ein Teil der bewaffneten DHKP-C in der Türkei. Vom OLG Düsseldorf wurde Özkan zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.

Özkan ist in Folge der Beteiligung am Todesfasten in der Türkei und der Zwangsernährung schwer erkrankt. In der Türkei wurde er für haftunfähig erklärt, was die deutsche Justiz aber nicht davon abhält, ihn einzuknasten.

Özkan schreibt: „Hallo, liebes Gefangenen Info,

(…) ich will euch auch ein wenig von hier, vom Gefängnis erzählen.

Letzte Woche (3.9.14) am Mittwoch früh (der Grund , weshalb ich dieses Datum so genau schreibe ist, dass ich mir eine Notiz auf dem Kalender gemacht habe, um das Datum nicht zu vergessen. Wenn ich es nicht notiert hätte, hätte ich es vergessen. Deshalb hab ich begonnen, mir Sachen zu notieren) bin ich zum Gefängnisarzt gegangen. Meine Magentabletten für den täglichen Gebrauch waren aus. Weil die Tabletten aus waren, brannte mein Magen (vor oder nach dem Essen).

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Solidarität ist unsere Waffe!